Gerade aus neurologischer Sicht ist der Alltag der Patienten die perfekte Lernumgebung. Neue Bewegungen und Strategien lassen sich im vertrauten häuslichen Umfeld nachhaltiger festigen als in einer neutralen Therapiesituation. Das Gehirn verknüpft motorisches Lernen stärker, wenn es in realen, persönlich bedeutsamen Situationen stattfindet. Deshalb ist es so wichtig, Hausbesuche nicht nur als „Verlängerung der Praxis“ zu sehen, sondern als wertvolle Chance, Therapie optimal in den Lebensalltag der Patienten einzubetten. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik sind viele Patienten noch nicht ausreichend auf ihren Alltag (ADL) vorbereitet. Oft entsteht der Eindruck, eine bestimmte Behandlungsmethode sei allen anderen überlegen – dies ist jedoch nicht der Fall. Patienten bringen sehr unterschiedliche Probleme mit, und ebenso vielfältig sind die therapeutischen Ansätze, die in Frage kommen. Ein einheitlicher Behandlungsstandard ist eine Utopie. Entscheidend ist vielmehr die individuelle Anpassung des Therapieplans an die jeweiligen personenabhängigen Faktoren – und dabei gilt: Ein Gehirn kann lernen. Inhalte des Kurses: Neueste Erkenntnisse zu Motorischem Lernen und Motorischer Kontrolle Ergebnismessung und evidenzbasierte Praxis Strategien zur nachhaltigen Integration neu erlernter Bewegungen Praktische Behandlungsansätze für den Praxisalltag Konkrete Übungen und Transferstrategien für Hausbesuche und Alltagssituationen
Neuroanatomie verstehen und Zusammenhänge erkennen. Die Neuroanatomie ist ein sehr komplexer Fachbereich. Aufgrund seiner Vielfältigkeit fällt es Therapeuten oft schwer zu verstehen, wie die Symptome Ihrer Patienten mit Neuronalen Schädigungen zusammenhängen können. Doch nur wenn man die Mechanismen, die zur Entstehung verschiedener Symptome beitragen können kennt, kann man eine effektive Therapie gestalten. In dem Kurs lernen Sie die Grundlagen der für die Motorik wichtigen neuronalen Strukturen kennen und Vorgänge werden anhand von Fallbeispielen erklärt. Hierbei wird auf die Motorik des Rumpfes und der Extremitäten, sowie des Kopf-Hals-Bereiches näher eingegangen. Ein weiterer Abschnitt des Kurses wird sich mit dem Gleichgewicht/Posturalen Kontrolle beschäftigen. Die Sensibilität stellt einen wichtigen Bereich für die Motorik dar. Daher werden Zusammenhänge und das ineinander übergreifende Zusammenspiel von Rezeptoren, Bahnen der Sensibilität und der Verschaltung im Kortex betrachtet, wie auch die Funktionen des Hörens und Sehens. Ziel des Kurses ist es, die Neuroanatomie besser zu verstehen, Zusammenhänge mit bestimmten Symptomatiken zu erkennen und zu erkennen, wie die Fähigkeiten des Nervensystems für die Therapie genutzt werden können.
MS, die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, stellt die Patienten immer wieder vor neue Herausforderungen im Alltag und den Therapeuten vor die Frage: „Wie gestalte ich meine Therapie patientenorientiert und praxisnah?“. MS ist eine Krankheit, deren Entstehung bis heute noch nicht eindeutig geklärt ist. Aufgrund der unterschiedlichen Lokalisationen der Entzündungen im Zentralnervensystem ist die Symptomatik sehr unterschiedlich. Dieser Kurs geht auf die mögliche Ätiologie und Verlaufsformen ein, wiederholt einige spezifische neuroanatomische Grundlagen und zeigt die Vielfältigkeit der Symptomatiken auf, die je nach Verlauf unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Darüber hinaus wird auf die Befundung und praktische Ansätze für die Therapie, bezogen auf verschiedene Symptomatiken (z.B. Spastik, Koordinationsstörungen, posturale Kontrolle, Kontrakturprophylaxe, Fatigue) eingegangen, um dem Patienten ein möglichst schmerzfreies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, denn entgegen dem Denken vieler Patienten muss diese Krankheit nicht zwangsläufig im Rollstuhl enden. Ziel des Kurses ist es, die Krankheit besser zu verstehen und somit die Problematiken des Patienten im Alltag besser zu erfassen und eine zielorientierte Arbeitsweise zu entwickeln.
Während der Akutphase und Frührehabilitation aber auch in der weiterführenden Rehabilitation sowie Zuhause in der Praxis werden Patienten u.a. mit Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma (SHT) oder Hirnblutung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden betreut. Durch kognitive Störungen (Neuropsychologische Störungen) werden Therapieziele nicht erreicht oder verlangsamen die Therapieresultate. In den letzten Jahren haben sich viele wissenschaftliche Arbeiten mit der Fragestellung befasst, welche Behandlungsansätze sinnvoll und welche sogar kontraproduktiv sind. In diesem Kurs werden Ergebnisse dieser Studien aufgezeigt und mögliche Therapieempfehlungen gemeinsam kritisch betrachtet. Neben den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Themen Neglect, Pusher, Aphasie und Apraxie bietet der Kurs auch praxisnahe Beispiele und Behandlungsansätze zu den speziellen Herausforderungen, die die kognitiven Störungsbilder in der Neurologie bieten.
Dieser Kurs ist als Online- oder Präsenzvariante buchbarDie Arbeit in betreuten Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ist durch vielschichtige Anforderungen geprägt. Bewohnerinnen und Bewohner bringen unterschiedliche Krankheitsbilder, funktionelle Einschränkungen und individuelle Unterstützungsbedarfe mit. Um diesen Herausforderungen professionell zu begegnen, braucht es ein abgestimmtes Zusammenwirken aller beteiligten Berufsgruppen und eine sensible Orientierung an den persönlichen Bedürfnissen der Betroffenen. In dieser Fortbildung erwerben die Teilnehmenden fundiertes Wissen und praxisnahe Handlungskompetenzen für den therapeutischen und betreuenden Alltag. Im Mittelpunkt stehen individuelle Zielsetzungen nach dem Bio-Psycho-Sozial-Modell, bewährte Betreuungskonzepte sowie die Frage, wie physische und psychische Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung im Alltag angemessen berücksichtigt werden können. Ergänzend werden rückenschonende Transfer- und Lagerungstechniken vermittelt sowie therapeutische Ansätze zur Förderung von Selbstständigkeit und sozialer Teilhabe vorgestellt. Praxisnahe Beispiele unterstützen dabei, die Inhalte direkt in den Berufsalltag zu übertragen und die Lebensqualität der betreuten Menschen gezielt zu verbessern. Kursinhalte Anamnese und individuelle Zielsetzungen der Therapie nach dem Bio-Psycho-Sozial-Modell Betreuungskonzepte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung Bedeutung und Umsetzung interdisziplinärer Zusammenarbeit Physische und psychische Bedürfnisse behinderter Menschen erkennen und berücksichtigen Handling und Lagerung bettlägeriger Patientinnen und Patienten Therapiemöglichkeiten zur Förderung der Selbstständigkeit Integrationsmöglichkeiten in ein soziales Gefüge Bitte beachten: Dieser Kurs findet hybrid statt, das heißt, er wird sowohl Online als auch in Präsenz angeboten. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
MS, die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, stellt die Patienten immer wieder vor neue Herausforderungen im Alltag und den Therapeuten vor die Frage: „Wie gestalte ich meine Therapie patientenorientiert und praxisnah?“. MS ist eine Krankheit, deren Entstehung bis heute noch nicht eindeutig geklärt ist. Aufgrund der unterschiedlichen Lokalisationen der Entzündungen im Zentralnervensystem ist die Symptomatik sehr unterschiedlich. Dieser Kurs geht auf die mögliche Ätiologie und Verlaufsformen ein, wiederholt einige spezifische neuroanatomische Grundlagen und zeigt die Vielfältigkeit der Symptomatiken auf, die je nach Verlauf unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Darüber hinaus wird auf die Befundung und praktische Ansätze für die Therapie, bezogen auf verschiedene Symptomatiken (z.B. Spastik, Koordinationsstörungen, posturale Kontrolle, Kontrakturprophylaxe, Fatigue) eingegangen, um dem Patienten ein möglichst schmerzfreies und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, denn entgegen dem Denken vieler Patienten muss diese Krankheit nicht zwangsläufig im Rollstuhl enden. Ziel des Kurses ist es, die Krankheit besser zu verstehen und somit die Problematiken des Patienten im Alltag besser zu erfassen und eine zielorientierte Arbeitsweise zu entwickeln.