Killian, Marie
Immer mehr Patient:innen und Klient:innen werden mit unheilbaren Erkrankungen, komplexen Abschiedsprozessen und schwerer Trauer in die Therapie geschickt. Diese Ausbildung unterstützt Fachpersonen dabei, Menschen am Lebensende und ihre Zugehörigen sowie trauernde Erwachsene und Kinder würdevoll, sicher und professionell zu begleiten. Der Schwerpunkt liegt auf praktischen, direkt umsetzbaren Techniken und einer traumasensiblen, nervensystemorientierten Haltung. Für deine Klient:innen bedeutet das: Würdevoll begleitete letzte Lebensphase Kompetente Unterstützung in akuter und langfristiger Trauer Stabilisierung von Angehörigen & Familien Mehr Lebensqualität, Selbstwirksamkeit & Handlungsfähigkeit Für wen ist der Fachtherapeut Palliative Begleitung & Trauerarbeit interessant? Ergotherapeut:innen Physiotherapeut:innen Mitarbeiter:innen aus sozialen Berufen, Beratungsstellen & Seelsorge Alle Berufsgruppen, die Menschen am Lebensende oder in Trauerprozessen begleiten Aufbau der Ausbildung Die Ausbildung gliedert sich in 3 Module: Modul 1 – Palliativ & Trauer Basic
Die Weiterbildung Angewandte Kunsttherapie bietet einen fundierten und praxisnahen Einstieg in kreative Therapieansätze. Sie richtet sich an Fachkräfte, die künstlerische Ausdrucksformen gezielt in ihre berufliche Praxis integrieren möchten. Im Mittelpunkt steht die angewandte Kunsttherapie als wirkungsvolle Methode, die nonverbale Zugänge eröffnet und Menschen unabhängig von Alter, Hintergrund oder Krankheitsbild erreicht. Die vermittelten Inhalte sind so aufgebaut, dass sie unmittelbar im beruflichen Alltag angewendet werden können und eine nachhaltige Erweiterung der eigenen Handlungskompetenz ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt der Weiterbildung liegt auf der Verbindung von Selbsterfahrung und praktischen Übungen. Im strukturierten Präsenzformat erleben die Teilnehmenden, wie kreative Prozesse gezielt therapeutisch eingesetzt werden können. Das Seminar bietet Raum, um unterschiedliche Materialien kennenzulernen, deren Wirkweisen zu verstehen und eigene gestalterische Erfahrungen zu reflektieren. Dadurch wird die angewandte Kunsttherapie nicht nur theoretisch vermittelt, sondern aktiv erprobt und nachvollziehbar gemacht. Ein zentraler Bestandteil der Fortbildung ist das Verständnis für nonverbale Gestaltungstechniken. Die Teilnehmenden lernen, wie Ausdruck jenseits von Sprache möglich wird und welche Rolle Farben, Formen und Materialien im therapeutischen Kontext spielen. Diese Herangehensweise eröffnet neue Perspektiven im Umgang mit Klientinnen und Klienten und unterstützt dabei, individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern. Gleichzeitig wird ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie kreative Prozesse gezielt begleitet und interpretiert werden können. Grundlagen der Materialkunde im Kontext der angewandten Kunsttherapie Basiswissen zur therapeutischen Wirkung von Farben und kreativen Prozessen Einführung in Kontaktaufnahme, Anamnese und Gestaltung des therapeutischen Settings Überblick über mögliche Kontraindikationen in der Praxis Praktische Übungen, Selbsterfahrung und Analyse kreativer Prozesse Transfer der Methoden in unterschiedliche berufliche PraxisfelderBasiskurs als Einstieg in die angewandte Kunsttherapie Vertiefung im Bereich Psychiatrie Anwendung in der Pädiatrie Einsatzmöglichkeiten in der Geriatrie Die einzelnen Module können flexibel und unabhängig voneinander besucht werden. Ein Zertifikat wird jedoch erst nach dem erfolgreichen Abschluss aller vorgesehenen Kurse sowie einer bestandenen Prüfung vergeben. Dies gewährleistet eine umfassende Qualifikation im Bereich der angewandten Kunsttherapie. Insgesamt verbindet die Weiterbildung theoretisches Wissen mit intensiver praktischer Erfahrung und schafft so einen fundierten Zugang zu kreativen Therapieformen. Durch die Kombination aus Seminar, praktischer Gestaltung und anwendungsorientierten Inhalten entsteht ein vielseitiges und stimmiges Lernangebot, das den professionellen Einsatz kunsttherapeutischer Methoden nachhaltig unterstützt.
Die Präsenzweiterbildung Fachtherapeut Traumawissen am MFZ Leipzig vermittelt anwendungsbezogenes Wissen für den sensiblen Umgang mit traumatisierten Menschen. Da Traumatisierungen in der klassischen Berufsausbildung häufig nur begrenzt behandelt werden, liegt der Schwerpunkt auf praktischen Techniken, die sich mit überschaubarem Aufwand in den beruflichen Alltag übertragen lassen. Die Ausbildung richtet sich in erster Linie an Ergotherapeuten. Ebenso angesprochen sind Coaches, Heilpraktiker für Psychotherapie und Angehörige sozialer Berufe. Das vermittelte Traumawissen unterstützt eine professionelle traumasensible Begleitung. Bei Klienten sollen Selbstwirksamkeit, Handlungsfähigkeit und die Möglichkeit, Lebensqualität zurückzugewinnen, gefördert werden. Aufbau der Präsenzausbildung Die Weiterbildung besteht aus drei aufeinander aufbauenden Modulen. Jedes Modul wird als zweitägige Präsenzfortbildung durchgeführt. Die Kurse können nicht einzeln gebucht werden. Traumawissen Basisseminar Traumawissen Fortgeschrittene Traumawissen Kompetenz Inhalte der drei Module Einführung in Trauma und Neurobiologie Theorie und Praxis der Selbstregulation Ansätze der Polyvagaltheorie und Lebensflussmodell Trauma, Traumafolgen, Körper und Ressourcen Vertiefung der Polyvagaltheorie Trauma und Bedingungssysteme Suizidalität und Psychohygiene für Therapeuten Praktische Übungen, Fallbesprechungen und Diskussionen Das Basisseminar führt in zentrale neurobiologische Zusammenhänge ein und behandelt Möglichkeiten der Selbstregulation. Im fortgeschrittenen Modul werden Traumafolgen sowie körperliche und persönliche Ressourcen vertieft. Das Kompetenzmodul befasst sich unter anderem mit Bedingungssystemen, Suizidalität und der Psychohygiene von Therapeuten. Nach erfolgreicher Teilnahme an allen drei Modulen besteht die Möglichkeit, freiwillig eine Prüfung abzulegen. Erst nach bestandener Prüfung wird das Zertifikat „Fachtherapeut Traumawissen“ vergeben. Die Präsenzweiterbildung in Leipzig verbindet theoretische Grundlagen, praktische Übungen und die gemeinsame Reflexion konkreter Fälle.
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten können in ihrer Arbeit mit unheilbarer Krankheit, Abschied und Trauer konfrontiert werden. Die Präsenzfortbildung am MFZ Leipzig bietet einen fachlichen Einstieg in die palliative Begleitung und Trauerbegleitung. Sie beschäftigt sich damit, wie Lebensqualität und möglichst weitgehende Selbstständigkeit auch in der letzten Lebensphase berücksichtigt werden können. Trauer wird im Kurs nicht allein als Reaktion nach einem Todesfall verstanden. Sie kann bereits vor dem Abschied einsetzen und Patientinnen, Patienten sowie Angehörige über einen längeren Zeitraum begleiten. Deshalb werden der Umgang mit Trauer, Formen des Abschiednehmens und Grundlagen der Trauerarbeit gemeinsam betrachtet. Patientenbeispiele helfen dabei, die Themen mit Situationen aus der ergotherapeutischen Praxis zu verbinden. Gliederung der Präsenzfortbildung Lebensqualität im Zusammenhang mit palliativer Begleitung und Hospizarbeit Trauer vor und nach einem Abschied Selbstfürsorge und Stressbewältigung für begleitende Fachkräfte Der tägliche Kontakt mit den Themen Leben, Krankheit, Sterben und Tod kann für therapeutisch Tätige eine erhöhte Belastung bedeuten. Ein eigener Themenbereich widmet sich daher der Selfcare. Im Mittelpunkt stehen das Wahrnehmen von Ressourcen und die Frage, unter welchen Bedingungen eine langfristige Tätigkeit in diesem Bereich möglich ist. Fachliche Kursinhalte Lebensbiografie und ihre Bedeutung in der letzten Lebensphase zentrale Begriffe der palliativen Praxis Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen persönliches Schmerzerleben und Schmerzmanagement Umgang mit begleitenden Symptomen Multimorbidität Einbindung der Angehörigen in die Therapie Kommunikation am Lebensende Gespräche und Interventionen nach dem Abschied Patientenverfügung, Testament und Bevollmächtigung maltherapeutische und andere therapeutische Begleitungsangebote Ressourcen für eine dauerhafte Arbeit im palliativen Bereich Die Weiterbildung Palliativ- und Trauerbegleitung berücksichtigt sowohl die Situation der betroffenen Menschen als auch die Anforderungen an die begleitenden Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten. Interprofessionelle Zusammenarbeit, Angehörigenarbeit und Kommunikation werden dabei als miteinander verbundene Bestandteile behandelt. Der Basiskurs wird am MFZ Leipzig als zweitägige Präsenzveranstaltung durchgeführt und ist mit 18 Fortbildungspunkten ausgewiesen.