Lehrteam Gisela Riedel, Alexandra Hosenfeld
Eigen- und Fremdreflexe sind ein elementarer Bestandteil entwicklungsphysiologischer und neurologischer Untersuchung beim Säugling. Für den Befund sind diejenigen Reflexe relevant, die im 1. Lebensjahr physiologisch auftreten oder persistieren. In diesem Seminar werden aussagekräftige Fremdreflexe in der Durchführung demonstriert, in der Reaktion beschrieben und interpretiert. Vertiefe dein Verständnis für die entwicklungsphysiologische und neurologische Untersuchung beim Säugling. Erkenne die Bedeutung von Reflexen für die frühe Kindesentwicklung. Lerne, wie du Reflexe auslöst, Reaktionen interpretierst und sie in deiner beruflichen Praxis anwenden kannst. Kursinhalte: Relevante Reflexe zur Befundung kennenlernen Auslösung, Reaktion und Waltezeit sicher anwenden Reflexreaktionen entwicklungsneurologisch bewerten Praktische Demonstration an der Babypuppe
1Das Ziel des Kurses ist es, ein Muskeltraining am Patienten zur Beeinflussung von Wirbelsäule, Gelenkaktivitäten und inneren Organen durchzuführen. Dadurch können Fehlstellungen und Haltungsasymmetrien korrigiert werden. Im Fokus steht außerdem die Anbahnung physiologischer Bewegungsmuster mit gleichzeitiger Regulierung des Muskeltonus. Die Anwendungsmöglichkeiten beziehen sich auf jede Altersstufe – vom Säuglings- bis ins Seniorenalter. Diagnosen und Symptome aus Orthopädie, Pädiatrie und Neurologie stehen besonders im Mittelpunkt. Bereits nach dem 1. Teil kann das Gelernte am Patienten angewendet werden. Bahnungskonzept und Reflexlokomotion Ein Bahnungskonzept bedeutet, dass elementare Bewegungsmuster auch bei Menschen mit geschädigtem ZNS, bei Säuglingen oder bei Menschen mit Schäden am Bewegungsapparat zugänglich gemacht werden. Der Begriff „Reflexlokomotion“ aus dem Vojta-Konzept beschreibt dabei die stets gleiche Reaktion auf einen bestimmten Reiz, der nicht bewusst gesteuert werden kann. Die Auslösung dieser Reflexlokomotion erfolgt in definierten Ausgangsstellungen, mit einem entsprechenden Reiz an einer definierten Zone. Wichtiger Hinweis: Die Grifftechniken beim Säugling und beim Erwachsenen werden parallel behandelt, daher ist eine Puppe unbedingt erforderlich. Inhalte – 1. Teil Prinzipien des Bahnungskonzeptes Ausgangsstellungen, Druckzonen und Druckrichtungen aus Rückenlage, Seitenlage, Bauchlage sowie „das Päckchen“ Anwendungen in Selbsterfahrung und an der Puppe Inhalte – 2. Teil Die im 1. Teil erlernte Technik wird mit Therapiekonzepten aus den Bereichen Bobath, MT u. v. m. kombiniert. Anwendung verschiedener ASTEN auf Krankheitsbilder aus orthopädischen, neurologischen und pädiatrischen Bereichen, zum Beispiel: Skoliose / Haltungsasymmetrie Rückenprobleme wie Protrusio u. ä. Schieflage-Syndrome / Schiefhals Tetra-, Hemi-, Plexus- und andere Paresen MS, Parkinson Hüftdysplasie bzw. Schwäche der Hüftmuskulatur
inklusive digitalem Skript
Die sensomotorische Entwicklungsverzögerung ist eine häufig gestellte Diagnose im pädiatrischem Praxisalltag. Physiologischerweise vollzieht sich die sensomotorische Entwicklung wie von selbst. Variieren kann dabei der zeitliche, wie auch der qualitative Ablauf. Wenn sich die sensomotorische Entwicklung des Kindes verlangsamt entwickelt, spricht man von einer Entwicklungsverzögerung oder auch von einer Statomotorischen Retardierung.? In diesem Webinar wird eine Befundung, die Behandlung nach dem Lernprinzip und die Elternanleitung vorgestellt. Kursinhalte: Befundung beim Säugling Behandlung nach dem Lernprinzip Elternanleitung
Dieser Kurs ist als Online-oder Präsenzvariante buchbar. Ziel des Kurses ist der Aufbau von der Befundaufnahme zu Behandlungsstrategien. Dabei werden Aspekte verschiedener Therapiekonzepte wie z.B. Bobath, SI, Vojta berücksichtigt. Ein Verständnis für die ganzheitlichen Zusammenhänge der einzelnen Symptome soll geweckt werden. Die Auswirkungen von Entwicklungsmerkmalen im 1. Lebensjahr und perzistierende Fremdreflexe auf viele Lernprobleme im Schulalter wird verdeutlicht. Unterschiedliche Befundsysteme einschließlich motoskopischer Testverfahren in den Altersstufen Säugling bis Schulalter werden besprochen bzw. durchgeführt. Die vorgestellten Behandlungsstrategien beziehen sich sowohl auf Kinder im 1. Lebensjahr, vor Erreichen der bipedalen Lokomotion wie auch auf das Kleinkind-, Kindergarten- und Schulalter. Folgende Krankheitsbilder/Symptome und Therapieinhalte werden betrachtet und erarbeitet: sensomotorische Entwicklung und deren Abweichungen Frühkindliche Reflexe, mit Beispielen für mögliche Auswirkungen persistierender Reflexe auf das Lernen. Untersuchungs- und Behandlungsplanung nach dem „Lernprinzip“ Anbahnen physiologischer Entwicklungsschritte bei Retardierung Sensorische Integrationsstörungen (Unterschied im Säuglingsalter/Schulalter) Orthopädische Krankheitsbilder wie Hüftdysplasie und angeborene Fußdeformitäten Von der Haltungsasymmetrie/Kiss bis Skoliose Weitere Krankheitsbilder oder Fallbeispiele nach Wünschen der TN Zur Erarbeitung eines Therapieplans werden Aspekte aus dem Bobath-, Vojta-, Psychomotorik-, SI-Konzept u.a. berücksichtigt.Bitte beachten: Dieser Kurs ist ein Online-Kurs, der ebenfalls gleichzeitig in Präsenz stattfindet. Daher ist folgendes zu beachten: Der Kurs wird über die Plattform “Zoom” übertragen, daher bitte im Vorfeld diese App auf den Desktop laden und sich kurz darüber informieren. Das Herunterladen der App ist ausschlaggebend für die Bildqualität des Kurses. Eine funktionsfähige Kamera wie auch ein funktionsfähiges Mikrofon muss vorhanden sein. Du musst spätestens 15 Minuten vor Kursbeginn im Warteraum sein. Praktische Inhalte können gezeigt wie auch vorgeführt werden (optisch) aber vom Referenten haptisch nicht kontrolliert werden. Die “Online-Teilnehmer” können sich jederzeit freischalten und wie ein “Präsenz-Teilnehmer” Ihre Fragen/Antworten in den Raum stellen. Der Referent kann während des Unterrichts nicht auf den Chat achten, daher bitten wir die Teilnehmer das Mikrofon zu nutzen.
inklusive digitalen Skript